bastelalma

auch das bin ich

 

 


Das Abenteuer Morre (11Jahre), (Calle 11 Jahre) und Tainy (10 Jahre) sind an einem regnerischen und kaltem Tag mit dem Fahrrad zur Kippe, ca. 4 km entfernt, gefahren. Sie fuhren, nachdem der Asphaltweg zu Ende war, auf einem aufgeweichten Pfad durch tiefe Pfützen. Mühsam kamen sie mit den Rädern in diesem Morast voran. Deshalb stellten sie die Fahrräder ab, um den Rest des Weges zu Fuß weiter zu gehen, weil es nur noch ein kleines Stückchen zu ihrem Ziel war. An einer geeigneten Stelle begannen sie nun Feldsteine zu sammeln, die sie zu einem richtig großen Haufen stapelten wollten. Nachdem jeder schon ein paar Steine gefunden und aufgeschichtet hatte, wollten sie von weiter hinten noch welche holen, denn dort lagen reichlich. Zwischen ihnen und dem Hang auf dem die Steine lagen, befand sich ein sehr tiefes bodenloses Modderloch, das wussten sie schon von anderen Tagen, an denen sie auch hier waren. Um das wollten sie aber einen Bogen machen, damit sie darin nicht versinken. Eigentlich war das Betreten der Kippe verboten, denn der Bergbau hatte dieses Gelände noch gesperrt. Sie beachteten das vorhandene Hinweisschild aber nicht, so in dem Sinne, was geht das uns an. Durch das Regenwetter konnten sie jedoch das Loch mit dem unsicheren Untergrund nicht genau ausmachen. Deshalb sagte Calle: „Wir werfen größere Steine, um festzustellen, wo man laufen kann, ohne im Morast zu versinken“. Das taten sie dann auch. An den Stellen, wo die Steine nicht versanken, dachten sie, können sie sicher sein, dass sie festen Boden unter den Füßen behalten. Plötzlich versank Morre im Morast tiefer und immer tiefer. „Helft mir hier raus!“ schrie er und spürte in dem Moment auch ein ihm bekanntes Bedürfnis darmseitig, das er nicht mehr steuern konnte. Etwas Warmes füllte seinen Hosenpo. Morre war schon bis über beide Knie im Modder versunken. Sie mussten ihm unbedingt helfen, damit er nicht ganz verschwand. Calle, der noch auf festem Boden stand, griff nach Morres Hand und zog an ihm, und Tainy zog an Calle. Sie strengten sich mächtig an, denn es galt ja Morre zu retten und ihn aus dem Schlammloch zu ziehen, bevor er richtig tief versinkt. Sie zogen und zogen, rutschten aus, kamen wieder auf die Beine und zogen weiter. Und dann mussten sie auch noch darauf achten, dass es ihnen nicht genau so wie Morre erggeht. Angstschweiß stand auf ihrer Stirn. Aber irgendwie schafften sie es dann doch Morre herauszuziehen. Aber wie sahen sie jetzt aus? Vom Steine sammeln waren wir schon reichlich mit Sand verschmiert, nicht nur die Schuhe, auch die Kleidung. Aber jetzt hing der Schlamm dick an ihren Schuhen, an den Hosen, eigentlich an der gesamten Kleidung. Das Gesicht war verschmiert und die Haare ebenfalls, denn sie waren bei der Rettungsaktion mindestens bis zum Knie versunken und dann noch hingefallen. Nach der geglückten Rettung wischte sich Tainy und Kalle den Angstschweiß vom Gesicht und schauten auf Morre. Morre war voll verschmiert und stand nur mit einem Schuh da, der andere war im Modder stecken geblieben und ganz zu schweigen von dem Zeug, das er in der Hose hatte. Mit schmutzigen Sachen nach Hause kommen, war eine Sache, aber nur mit einem Schuh, zumal es das einzige passende Paar war, war schon eine ganz Schlimme. Deshalb überwand sich Tainy und versuchte in liegender Position im Schlammloch den Schuh zu suchen. Mit beiden Händen wühlte er an der Stelle, an der er den Schuh vermutete, Calle hielt ihn an den Beinen fest Bis über die Ellenbogen und tiefer steckte er im Dreck, aber es war kein Schuh zu finden. So blieb ihnen nichts weiter übrig, als zu den Fahrrädern zu gehen, die zu ihrer Erleichterung noch auf derselben Stelle standen, um nach Hause zu fahren. Die Kälte kroch langsam in ihre Körper. Morre hatte es gut, er saß auf warmen Brei. Was würden die Eltern zu diesem Zustand sagen, ging es Tainy durch den Kopf. „Am besten wäre es natürlich, wenn man sich jetzt unsichtbar machen könnte um so allen unliebsamen Dingen aus dem Wege zu gehen.“ Als Tainy zu Hause angekommen war, stellte sich heraus, dass die Eltern nicht da waren. Ich machte die Tür auf. Zuerst sagte ich einen Moment nichts und schaute ihn nur an. Dann kam ein etwas unsicheres entsetztes „wie siehst du denn aus, und du bist ja total durchgefroren“ aus meinem Mund. Tainy sagte erleichtert: „ Oma, bloß gut, dass Mama und Papa nicht da sind. Wir sind in den Schlamm geraten.“ „So kann ich Dich aber nicht ins Haus lassen, komm erst einmal in die Garage“. Hier entkleidete ich Tainy vollständig. Dann legte ich eine in der Nähe liegende Decke um ihn, holte einen Eimer warmes Wasser und goss es in eine kleine Wanne. „Stell Dich jetzt hier hinein“ sagte ich. Dann wusch ich ihm den Schlamm vom Körper. Im Anschluß ging es gleich in die Badewanne. Ich habe die Schmutzsachen draußen mit dem Regenwasser aus der Tonne grob ausgewaschen, also vom Modder gereinigt und alles in die Waschmaschine gesteckt, auch die Schuhe. Ich war froh, dass alles noch so gut abgelaufen war, und sagte das auch Tainy.“ Als die Eltern nach Hause kamen war Tainy sauber angezogen und die Sachen zum Trocknen aufgehängt. Das Fahrrad, das ebenfalls voll verdreckt war, hat er am nächsten Tag mit seiner Mutti sauber gemacht. Die Mutter von Morre war ebenso entsetzt, vor allem über den fehlenden Schuh und den in der Hose befindlichen breitgesessenen Brei. (Die Namen habe ich ein bisschen geändert). frei erzählt von alma eike
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